Bundes-Förderungen müssen verstetigt werden: Verbändeallianz fordert Stärkung des Kombinierten Verkehrs

(Berlin, 28.05.2020)

Führende Verkehrsverbände haben ihre Vorschläge zur bevorstehenden Evaluierung der Förderrichtlinie Kombinierter Verkehr des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) vorgelegt. In einem gemeinsamen Positionspapier formulieren der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der Bundesverband öffentlicher Binnenhäfen (BÖB), der Bundesverband der deutschen Binnenschifffahrt (BDB) sowie die Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr (SGKV) Kernforderungen für die erfolgreiche Gestaltung des Kombinierten Verkehrs der Zukunft.

Zu den Forderungen gehören die Schaffung eines einheitlichen Rechtsrahmens in der EU zur Angleichung der Wettbewerbsbedingungen in den Mitgliedstaaten, weiterer Bürokratieabbau einschließlich einheitlicher und vereinfachter Bedingungen für Vor- und Nachlaufverkehre auf der Straße, die Stärkung der Digitalisierung und eine zielgerichtete finanzielle Förderung, die auch Ersatzinvestitionen einschließt. Seit 1998 fördert der Bund Bau und Ausbau von Umschlagsanlagen für den Güterverkehr an den Schnittstellen zwischen Straßen, Schienenwegen und Wasserstraßen. Das Beförderungsaufkommen hat sich seitdem auf rund 114 Millionen Tonnen nahezu vervierfacht. Die KV-Förderrichtlinie ist somit Basis des Erfolges des klimafreundlichen Kombinierten Verkehrs und bleibt deshalb wichtig für dessen Wettbewerbsfähigkeit. Um den Kombinierten Verkehr weiter zu stärken, muss die Förderung des Bundes ausgebaut werden, fordern die Verbände in ihrem jetzt herausgegebenen Positionspapier. Auch Brüssel muss jetzt dringend ihre 30 Jahre alte Richtlinie 92/106/EWG modernisieren und an die Bedürfnisse von Wirtschaft und Gesellschaft nach Gütermobilität, Umweltschutz und Digitalisierung anpassen.

Axel Plaß, DSLV-Präsident: „Speditionen und Logistikunternehmen organisieren und steuern Lieferketten für ihre Kunden aus Industrie und Handel. Die ab 2021 einsetzende CO2-Bepreisung zur Einhaltung der Klimaschutzziele wird die Verkehrsträgerwahl beeinflussen. Die Entscheidung, Güter im Kombinierten Verkehr auf der Schiene und mit Binnenschiffen zu befördern, wird neben dem Preis von seiner Leistungsfähigkeit, also der Zuverlässigkeit, der Planbarkeit der Umschlags- und Transportprozesse abhängen. Stimmen die Rahmenbedingungen, wird der Kombinierte Verkehr zum Erfolg einer Verkehrswende beitragen.“

Joachim Berends, VDV-Vizepräsident: „Es ist seit 1998 gelungen, den Straßengüterverkehr um jährlich ca. 28,4 Milliarden Tonnenkilometer zu vermindern und somit die Umwelt um rund zwei Millionen Tonnen CO2-Emissionen zu entlasten. Ungeachtet der positiven Entwicklung des Kombinierten Verkehrs in den zurückliegenden Jahren stehen dessen Unternehmen in einem unverändert starken Wettbewerb zum durchgehenden Straßengüterverkehr, der vielfach über den Preis pro Tonne entschieden wird. Daher gilt es alle Aktivitäten zu unterstützen, die seine Wettbewerbsfähigkeit stärken.“

Jens Schwanen, BDB-Geschäftsführer: „Bund und Europa haben mit den jeweiligen Richtlinien in den vergangenen Jahren viel erreicht. Es ist jetzt wichtig, diese Regelwerke auf die Höhe der Zeit zu bringen, um Binnenschiffe, Bahnen und Lkw immer besser zu vernetzen – und die klimafreundlichen Vorteile des Kombinierten Verkehrs bestmöglich auszunutzen. Dazu brauchen wir eine Angleichung der Wettbewerbsbedingungen in der EU, digitale Vernetzung, Bürokratieabbau und gezielte finanzielle Förderungen.“

Jens Hohls, Mitglied des BÖB-Präsidiums: „Die Förderrichtlinie trägt seit 1998 zum Ausbau eines Netzes von Umschlaganlagen des intermodalen Verkehrs bei und ist aus unserer Sicht ein voller Erfolg. Die Bundesförderung muss daher über das Jahr 2021 weitergeführt werden. Schiene und Wasserstraße müssen noch stärker als bislang ihr Potenzial für den Klimaschutz ausspielen können.“

Clemens Bochynek, geschäftsführendes Vorstandsmitglied SGKV: „Es ist wichtig, dass die klimafreundlichen Verkehrsträger in einem System mit der Straße zielgerichtet vernetzt sind, dass Schiene und Wasserstraße sinnvoll gestärkt werden. Der Kombinierte Verkehr hat sowohl vor der Krise, als auch in der Krise seine Flexibilität unter Beweis gestellt und gewährleistet wichtige europäische Transportachsen. Die Förderung des Bundes hat neben den Anstrengungen der Unternehmen dazu geführt, dass die beförderte Menge auf 114 Millionen Tonnen pro Jahr gestiegen ist. Das Potenzial des Systems Kombinierter Verkehr ist noch lange nicht ausgeschöpft.“

Positionspapier Kombinierten Verkehr erfolgreich gestalten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Zukunft Kombinierter Verkehr: die Mitglieder der SGKV gehen aktiv voran

(Berlin, 19.11.2018)

Die Schweizerische Botschaft in Berlin liegt nicht nur zentral im politischen Berlin sondern fungierte am 14.11. auch als Zentrale des Kombinierten Verkehrs.

 MG 1666

Im Rahmen einer gemeinsamen Abendveranstaltung der Schweizerischen Botschaft und der SGKV, zum Anlass des 90jährigen Bestehens der Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr e.V. (SGKV), gratulierte Herr Botschafter Seger der „rüstigen Jubilarin“ SGKV und wünschte dem Verein weiterhin einen zielgerichteten und erfolgreichen Einsatz für den Kombinierten Verkehr. „Um zu erkennen, dass weiterhin reichlich Handlungsbedarf besteht“, sagte Clemens Bochynek, geschäftsführender Vorstand der SGKV, „brauchen wir keine 90 Jahre zurückgehen, dafür reichen 9 Minuten“ und spielte damit auf das Vorgespräch mit dem Botschafter und den Referenten an, in dem eine Vielzahl von Handlungsfeldern aufgeworfen wurde.

Kranbare Sattelanhänger bekommen Unterstützung KV

(Berlin, 16.07.2018)

Am 05. Juli 2018 erfolgte die Abschlussveranstaltung des Projekts Future Trailer zur Unterstützung des Intermodaltransports durch den Fokus auf die Kompatibilität von Sattelanhängern für Straße und Schiene. Sattelanhänger werden zunehmend zur wichtigsten Ladeeinheit im intermodalen Kontinentalverkehr, die Leistungsgrenzen der vorhandenen Infrastruktur und Verlagerungsziele erfordern den Güterverkehr möglichst effizient und umweltverträglich zu gestalten. Der Transport von vorwiegend kranbaren Sattelanhängern auf der Schiene leistet dazu einen wachsenden Beitrag, in den vergangenen Jahren konnten laut BAG Marktbeobachtung bei Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung zweistellige Wachstumsraten, sowohl bei Anzahl als auch Tonnage, beobachtet werden. Die Standardisierung der Ladeeinheiten ist dabei eine Grundvoraussetzung für effiziente Prozesse in den Schnittstellen der Transportkette.

Die SGKV setzt mit dem DIN einen neuen Maßstab zur Erhöhung  der Datenqualität im KV

..., jetzt liegt es an den Akteuren einen offenen Austausch zu pflegen.

(Berlin, 20.04.2018)

DIN hat die DIN SPEC 91073 veröffentlicht, welche den Datenaustausch in der intermodalen Kette standardisiert und damit einen effizienten Informationsfluss ermöglicht. Der Standard soll dazu beitragen, dass den Akteuren des Kombinierten Verkehrs die wichtigsten Informationen in einem einheitlichen Format zur richtigen Zeit zur Verfügung stehen. Somit wird die Basis für eine effiziente digitale Kommunikation gelegt, die für Automatisierungstechnologien sowie die Digitalisierung der intermodalen Transportkette grundlegend ist. Die DIN SPEC ist im Zuge des Projekts DIGIT des SGKV-Arbeitskreises „Terminal“ erarbeitet worden.

Auftakt zu ERFA-KV (Förderung von Erfahrungsaustausch im Kombinierten Verkehr) in der Teilnehmerregion Lausitz

(Berlin, 04.12.2017)

Am 30. November 2017 haben sich bei STR / Bertschi in Schwarzheide Akteure aus Wirtschaft, Politik und Forschung getroffen, um die  weitere Umsetzung des Projekts ERFA-KV in der Lausitz auf den Weg zu bringen. Eingeladen zu dem Treffen haben der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V. und die IHK Cottbus, die das Projekt inhaltlich und organisatorisch unterstützen. Die fachliche Durchführung erfolgt durch die Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr (SGKV) e.V. gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML). Eine Förderung des Projektes erfolgt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt. 

Experteninterviews im Rahmen des Forschungsprojekts RelKV

Die SGKV ist im projektbegleitenden Ausschuss des Projekts RelKV, das ein Werkzeug zum realitätsnahen Vergleich der Verkehrsträger entwickelt, unterstützend vertreten. Im Rahmen des anstehenden zweiten Arbeitspakets (Datenaufnahme) ist die Durchführung von Experteninterviews mit Terminalbetreibern, Spediteuren/Frachtführern, KV-Operateuren und EVU geplant.

Das DIGIT-Projekt startet in die Arbeitsphase

(Berlin, 03.05.2017)

Am 20. April 2017 fand beim Deutschen Institut für Normung (DIN) unter der gemeinsamen Leitung von DIN und der SGKV der offizielle Kick-off-Workshop des Projektes DIGIT statt. Die rund 15 Teilnehmer vertreten alle Bereiche des Kombinierten Verkehrs.

 

KickOff

Statistikbericht "Facts and Figures 2016" ist öffentlich zugänglich

(Berlin, 18.04.2017)

Seit dieser Woche steht der von der Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr (SGKV e.V.) jährlich erstellte Statistikbericht „Facts and Figures“ der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die SGKV bringt Verkehrspolitiker und Akteure des Kombinierten Verkehrs zusammen

(Berlin, 10.04.2017)

Mitglieder der Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr e.V. (SGKV) trafen sich am 29. März in Berlin mit Mitarbeitern des Deutschen Bundestages aus der SPD Fraktion. Nach der Devise „Aus Wollen folgt Machen“ tauschten sie sich aus. Sie diskutierten besonders Probleme und Lösungen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit im Kombinierten Verkehr.

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