Kranbare Sattelanhänger bekommen Unterstützung KV

(Berlin, 16.07.2018)

Am 05. Juli 2018 erfolgte die Abschlussveranstaltung des Projekts Future Trailer zur Unterstützung des Intermodaltransports durch den Fokus auf die Kompatibilität von Sattelanhängern für Straße und Schiene. Sattelanhänger werden zunehmend zur wichtigsten Ladeeinheit im intermodalen Kontinentalverkehr, die Leistungsgrenzen der vorhandenen Infrastruktur und Verlagerungsziele erfordern den Güterverkehr möglichst effizient und umweltverträglich zu gestalten. Der Transport von vorwiegend kranbaren Sattelanhängern auf der Schiene leistet dazu einen wachsenden Beitrag, in den vergangenen Jahren konnten laut BAG Marktbeobachtung bei Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung zweistellige Wachstumsraten, sowohl bei Anzahl als auch Tonnage, beobachtet werden. Die Standardisierung der Ladeeinheiten ist dabei eine Grundvoraussetzung für effiziente Prozesse in den Schnittstellen der Transportkette.

Die weitere Standardisierung des Unterbaus von Sattelanhängern zur vereinfachten Verladbarkeit auf die Schiene ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Zusammen mit der steigenden Anzahl kranbarer Einheiten als elementarer Faktor für die weitere Verlagerung von Mengen auf die Schiene, lassen sich mit der Entwicklung aus dem Future Trailer Projekt durch eine Vereinfachung der Nutzbarkeit für alternative Umschlagmöglichkeiten als Einstieg in den Kombinierten Verkehr weitere Nischenmarktsegmente gewinnen.

Wenn alle Sattelanhänger bereits kranbar wären, dann würde ein Einsatz alternativer Umschlagverfahren nicht notwendig sein, die Realität zeigt aber, dass derzeit Systeme die nicht-kranbare Einheiten auf die Schiene bringen sinnvolle Ergänzungen zum etablierten Transportsystem sein können.

Die weitere Standardisierung kann dazu führen Marktsegmente für die Schiene zu gewinnen, die aufgrund technischer und/oder organisatorischer Hemmnisse bisher für den wachsenden Markt kranbarer Sattelanhänger kaum eine Bedeutung hatten. In Verbindung mit einer neutralen organisatorischen Unterstützung der Akteure kann hier das Leistungsportfolio des KV erweitert und der intermodale Fuhrpark ergänzt werden.

Elementar für einen steigenden Beitrag zu einem umweltfreundlichen Verkehrssystem ist die Gewährleistung des standardisierten Transportprozesses mit kranbaren Einheiten, ergänzt durch sinnvolle Entwicklungen zur Gewinnung weiterer Marktsegmente für die Verlagerung von der Straße auf Schiene und Binnenschiff.

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