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Ziel des kombinierten Verkehrs ist es, die Vorteile verschiedener Verkehrsträger zu nutzen und dadurch den Transport von Waren und Gütern in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht effizient abzuwickeln. Dabei stehen i. d. R. die Vorteile des Lkw, der relativ kleine Ladungen flexibel und schnell transportieren kann, dem Massentransport per Schiene, Wasserstraße oder Seeweg gegenüber, der bei größeren standardisierten Mengen über weitere Distanzen Vorteile bietet. Effizienter KV konzentriert sich darauf, durch Zusammenfassung oder Reduzierung der Ladung und Standardisierung des Transport- und Umschlagvorgangs die Transportkosten und die externen Kosten zu minimieren.
KV-Transportkette. Quelle: eigene Darstellung |
Verkehrsträger
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Der Straßengüterverkehr spielt vor allem eine wichtige Rolle im Vor- und Nachlauf des kombinierten Verkehrs. Während der Lkw bei Entfernungen bis dreihundert Kilometern eindeutige logistische Vorteile besitzt und somit das bevorzugte Transportmittel für den Door-to-Door-Service des kombinierten Verkehr darstellt, treten seine Nachteile aus ökologischer, aber auch aus wirtschaftlicher Sicht, ab Entfernungen von 500 Kilometern deutlich zu Tage. Beim Verkehrsträger Straße wird zwischen unbegleitetem und begleitetem KV unterschieden. Der unbegleitete KV übergibt die Ladung, welche zuvor in standardisierten Behältnissen (Container oder Wechselbehälter) zusammengefasst werden muss, einem Massenverkehrsträger für den Hauptlauf. Dies geschieht durch den mechanischen Umschlag des Behältnisses. Der begleitete Verkehr (auch „Rollende Landstraße“) bildet eine Sonderrolle im KV. Hier wird der gesamte Lkw auf ein spezielles Bahnfahrzeug umgesetzt. Die Lkw-Fahrer begleiten ihre Fahrzeuge während des Bahn- oder Schiffstransportes. Diese Variante eignet sich besonders bei der Überwindung natürlicher Barrieren, in Europa besonders des Alpenraumes. Im kontinentalen Einsatz hat sie, bedingt durch die Erhöhten Kosten bei Personal und Equipment, v. a. wirtschaftliche Nachteile gegenüber dem unbegleiteten KV. |
Verkehrsträger Strasse |
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Der Schienengüterverkehr ist traditionell der Träger für den Hauptlauf im kombinierten Verkehr in Deutschland und eignet sich für den Transport standardisierter Ladeeinheiten über eine größere Distanz. In der Fachliteratur herrscht Uneinigkeit über die genaue Gesamtdistanz, ab welcher der Hauptlauf auf der Schiene einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber dem Straßentransport bildet, eine Faustregel legt diesen Wert jedoch bei 500 km fest. Die Hauptverbindungen in Europa verlaufen in Nord-Süd-Richtung und bilden eine Achse zwischen den Nordsee-Häfen und Italien bzw. den Mittelmeerhäfen. Durch die EU-Osterweiterung und ein Erstarken der Wirtschaftsbeziehungen zwischen alten und neuen EU-Staaten, sowie der GUS und Asien, wird der Einsatz des kombinierten Verkehrs auch in Ost-West-Richtung immer interessanter. Größtes Hindernis hier ist jedoch die unterschiedliche Spurweite der Schienenverbindungen zwischen manchen Staaten, die eine kosten- und zeitintensive Umspurung der Schienenfahrzeuge nötig macht. |
Verkehrsträger Schiene |
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Der Verkehrsträger Wasserstraße ist traditionell auf die Seehäfen Rotterdam und Antwerpen ausgerichtet, fast 90% aller Binnenschifftransporte wird entsprechend über den Rhein abgewickelt, der besonders für Deutschland eine wichtige verkehrliche Bedeutung hat. Aufgrund der längeren Fahrtzeiten und der Streckenbegrenzungen, die sich oftmals klima- und wetterbedingt sind, eignet sich diese Transportart besonders für zeitunkritische Güter auf Distanzen zwischen 50 und 200 Kilometern. Das Binnenschiff verfügt als Verkehrsträger über weitere Kapazitätsreserven, die insbesondere bei weiter steigenden Umschlagvolumina und, bedingt hierdurch, Engpässen in den Seehäfen in den letzten Jahren interessant wurden. Somit kann von einer stetig wachsenden Bedeutung der Binnenschifffahrt im zukünftigen Hinterlandverkehr ausgegangen werden. Die Seeschifffahrt ist ein klassischer Knotenpunkt des Kombinierten Verkehrs. In den Seehäfen werden sowohl durch den Lkw, die Bahn als auch das Binnenschiff standardisierte Ladeeinheiten an- und abtransportiert. Die in den Seehäfen angelandeten Container mit Import- und Exportladung für Deutschland und anliegende Länder werden im Regionalverkehr auf Lkw zugestellt. Wenn das Bestimmungsziel weit im Binnenland liegt, werden die Container im Ganzzug dorthin befördert. Soweit leistungsfähige Wasserstraßen vorhanden sind, wird das Binnenschiff eingesetzt. Besonders vorteilhaft für den Kombinierten Verkehr ist, dass die Verkehrsströme bereits an einem Ende, nämlich im Seehafen, gebündelt sind. Dadurch kann der Kombinierte Verkehr seine Vorteile besonders gut entfalten. Bei Entfernungen von mehr als 300 km im Verkehr deutsche Seehäfen - Hinterland erreicht der Kombinierte Verkehr über die Schiene einen Marktanteil von etwa 80 %. |
Verkehrsträger Schiff
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